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Lehrstuhl für Neuere und
Neueste Geschichte

Prof. Dr. Ulrich Herbert
Albert-Ludwigs-Universität
Rempartstraße 15 - KG IV
D-79085 Freiburg

Tel.: +49 (0)761-203-3439
Fax: +49 (0)761-203-3504

 

PD Dr. Karin Orth

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Raum: Erbprinzenstraße 13, 1. Stock, Raum 12
Sprechstunde nach Vereinbarung per E-Mail

Tel.: +49 (0)761-203-8971

Postadresse:
Historisches Seminar der Albert-Ludwigs-Universität
Rempartstraße 15 - KG IV
D-79085 Freiburg

E-Mail: karin.orth@geschichte.uni-freiburg.de



 

CV

seit 1997: Akademische Mitarbeiterin der Universität Freiburg. Durchführung mehrerer großer historischer Forschungsvorhaben, zahlreiche Publikationen.
2001-2007 zudem Wissenschaftliche Koordinatorin der Forschungsgruppe zur „Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1920-1970)”, 2007-2009 Geschäftsführerin der Internationalen Graduiertenakademie, 2012/13 Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS), Habilitation 2015.
Aktuelles Forschungsvorhaben: “Die im Nationalsozialismus vertriebenen DFG-Gremienmitglieder. Biografische Porträts.

1994-1996: Wissenschaftliche Angestellte der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und Lehrbeauftragte der Universität Hamburg. Promotion ebenda 1997 mit einer Unter­su­chung über die „Konzentrationslager-SS“, veröffentlicht Göttingen 2000 (Taschenbuchausgabe München 2004).

1991-1994: Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums für Hamburgi­sche Geschichte. Organisation und Durchführung eines lebensgeschichtlichen Befragungsprojektes mit über einhundert Überlebenden der nationalsozialistischen Konzentrationslager in zehn europäischen Ländern, den Vereinigten Staaten und Israel.

1983-1990: Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Politologie und Soziologie an der Johann Wolf­gang Goethe-Universität Frankfurt am Main und an der Freien Universität Berlin. Studienaufenthalte in der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Stutthof (Polen), im Kibbuz Tel Quazir (Israel) sowie in Accra (Ghana). Jahrespraktikum in der KZ Gedenkstätte Neuengamme.

1970-1983: Schulbesuch in Frank­furt am Main.

1963: geboren in Frankfurt am Main.

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Forschung

  • Wissenschaftsgeschichte
  • Forschungspolitik und Forschungsförderung
  • Nationalsozialismus und Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts
  • Biografieforschung
  • "Kriegskinder"
  • Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts
  • Oral History


Die im Nationalsozialismus vertriebenen DFG-Gremienmitglieder. Biografische Porträts

35 der rund 300 Professoren, die in der Weimarer Republik in einem wissenschaftlichen Gremium der Deutschen Forschungsgemeinschaft tätig gewesen waren, fielen nach der nationalsozialistischen “Machtergreifung” der “Säuberung” der Hochschulen zum Opfer. In der Weimarer Republik galten sie als wissenschaftliche Koryphäen, zudem als die höchsten Repräsentanten ihres jeweiligen Faches und sie engagierten sich in den wissenschaftlichen Spitzengremien der Deutschen Forschungsgemeinschaft - im Präsidium, im Hauptausschuss oder in den Fachausschüssen - für die Forschung und die Forschungsförderung. Sie, wie die DFG-Gremienmitglieder insgesamt, schufen die Fundamente, auf denen die Deutsche Forschungsgemeinschaft bis heute steht. Nach 1933 wurden sie jedoch als “Nichtarier” oder politische Gegner des NS-Regimes verfolgt und aus dem deutschen Wissenschaftssystem vertrieben. Bislang ist ihre Geschichte nicht geschrieben. Das Forschungsvorhaben beabsichtigt, die Lebenswege der 35 vertriebenen Gremienmitglieder im Zusammenhang der Geschichte der Forschungsgemeinschaft zu rekonstruieren sowie ihre Tätigkeit für die Deutsche Forschungsgemeinschaft zu würdigen.

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Publikationen

Monographien und Sammelbände

  • Die NS-Vertreibung der jüdischen Gelehrten – Die Politik der Deutschen For-schungsgemeinschaft und die Reaktionen der Betroffenen, Göttingen 2016.
  • Kinder im Zweiten Weltkrieg - Spuren ins Heute, hg. zusammen mit Verena Wetzstein, Freiburg 2016.
  • The German Research Foundation 1920-1970. Funding Poised between Science and Politics (Beiträge zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 6), hg. zusammen mit Mark Walker, Ulrich Herbert und Rüdiger vom Bruch, Stuttgart 2013.

  • Autonomie und Planung der Forschung. Förderpolitische Strategien der Deutschen Forschungsgemeinschaft 1949-1968 (Studien zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 8), Stuttgart 2010.

  • Die Deutsche Forschungsgemeinschaft 1920-1970. Forschungsförderung im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik (Beiträge zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 4), hg. zusammen mit Willi Oberkrome, Stuttgart 2010.

  • Die Konzentrationslager-SS. Sozialstrukturelle Analysen und biographische Studien, Göttingen 2000 (Taschenbuchausgabe München 2004).

  • Das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Eine politische Organisationsgeschichte, Hamburg 1999 (Taschenbuchausgabe Zürich/München 2002).

  • Die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Entwicklung und Struktur, 2 Bde., Göttingen 1998, hg. zusammen mit Ulrich Herbert und Christoph Dieckmann (Taschenbuchausgabe Frankfurt/Main 2002).

  • Überlebensgeschichten. Gespräche mit Überlebenden des KZ-Neuengamme, Hamburg 1994 (zusammen mit Ulrike Jureit).
  • Lebensläufe. Lebensgeschichtliche Interviews mit Überlebenden des KZ Neuengamme, hg. zusammen mit Ulrike Jureit im Auftrag der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Hamburg 1994.
  • Nur weiblichen Besuch. Dienstbotinnen in Berlin 1890-1914, Frankfurt am Main/New York 1993.

  • Im Gleichschritt aus dem Tritt - Jugend im Nationalsozialismus, Hamburg 1992 (zusammen mit Ulrike Jureit und Jens Michelsen).

Aufsätze/Beiträge (seit 2000)

  • Debatten über die „Kriegskinder”, in: Karin Orth/Verena Wetzstein (Hg.): Kinder im Zweiten Weltkriegs - Spuren ins Heute, Freiburg 2016, S. 11-20.
  • Nachdenken und sprechen über die Kriegskindheit - und darüber schreiben, in: Karin Orth/Verena Wetzstein (Hg.): Kinder im Zweiten Weltkriegs - Spuren ins Heute, Freiburg 2016, S. 91 f.
  • Dialog der Generationen. Studentische „Kriegs-Urenkel” befragen „Kriegskinder”, in: Karin Orth/Verena Wetzstein (Hg.): Kinder im Zweiten Weltkriegs - Spuren ins Heu-te, Freiburg 2016, S. 129-142.
  • Recherchen zum Nationalsozialismus und Biografisches Lernen. Ein Seminarkonzept zur historisch-politischen Bildung, in: Außerschulische Bildung 2014, Heft 2, S. 166-169.
  • History, Issues, and Structure of the Entire Project, in: Mark Walker/Karin Orth/Ulrich Herbert/Rüdiger vom Bruch (Hg.): The German Research Foundation 1920-1970. Funding Poised between Science and Politics (Beiträge zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 6), Stutt¬gart 2013, S. 9-15.
  • From Emergency Association to Service Organization - Guidelines on the Develop-ment of the German Research Foundation 1949-1973, in: Mark Walker/Karin Orth/Ulrich Herbert/Rüdiger vom Bruch (Hg.): The German Research Foundation 1920-1970. Funding Poised between Science and Politics (Beiträge zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 6), Stuttgart 2013, S. 85-96.
  • Genèse et structure des camps de concentration nationaux-socialistes, in: Jean-Paul Cahn/Stefan Martens/Bernd Wegner (dir.): Le Troisième Reich dans l’historiographie allemande. Lieux de pouvoir – Rivalités de pouvoirs, Villeneuve d`Ascq 2013, S. 59-78.
  • The Genesis and Structure of National Socialist Concentration Camps, in: The United States Holocaust Memorial Museum (Hg.): Encyclopedia of Camps and Ghettos, 1933-1945, Volume I: Early Camps, Youth Camps, and Concentration Camps under the SS-Business Administration Main Office (WVHA), Part A,  Bloomington u.a. 2010, S.  183-196.
  • Werdegang eines Massenmörders - die Biographie von Rudolf Höß, in: Jacek Andrzej Mlynarrczk/Jochen Böhler (Hg.): Der Judenmord in den eingegliederten polnischen Gebieten 1939-1945, Göttingen 2010, S. 251-275.
  • Geschichte, Fragestellungen und Struktur des Gesamtprojekts, in: Karin Orth/Willi Oberkrome (Hg.): Die Deutsche Forschungsgemeinschaft 1920-1970. Forschungsförderung im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik (Beiträge zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 4), Stuttgart 2010, S. 9-16.
  • Von der Notgemeinschaft zur Dienstleistungsorganisation. Leitlinien der Entwicklung der Deutschen Forschungsgemeinschaft 1949-1973, in: Karin Orth/Willi Oberkrome: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft 1920-1970. Forschungsförderung im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik (Beiträge zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 4), Stuttgart 2010, S. 89-101.
  • Die Auflösung des Konzentrationslagers Auschwitz, in: Deutschland Archiv. Drittes Reich - Dokumente, Braunschweig 2010.
  • Camps, in: Peter Hayes/John K. Roth (Hg.): The Oxford Handbook of Holocaust Studies, Oxford 2010, S. 364-377.
  • Nationalsozialistische Terrorstätten. Orte nationalsozialistischer Exklusions-, Ausbeutungs- und Vernichtungspolitik, in: Gerhard Botz u.a. (Hg.): Mauthausen überleben und erinnern (Wiener Studien zur Zeitgeschichte), Bd. 1, erscheint Münster u.a. 2010.
  • The concentration camp personnel, in: Jane Caplan, Nikolaus Wachsmann (Hg.): Concentration Camps in Nazi Germany. The New Histories, London, New York 2010, S. 44-57.

  • Biografia Rudolfa Hößa, in: Instytut Pamieci Narodowej: Zaglada Zydów Na Polskich Terenach Wcielonych Do Rzeszy, Warszawa 2008, S. 148-162.

  • Die Historiografie der Konzentrationslager und die neuere KZ-Forschung, in: Archiv für Sozialgeschichte 47 (2007), S. 579-598.

  • Innenansichten der Häftlingsgesellschaft. Falk Pingels Beitrag zur Historiographie der Lager, in: Jürgen Danye, Jan-Holger Kirsch, Martin Sabrow (Hg.): 50 Klassiker der Zeitgeschichte, Göttingen 2007, S. 144-147.

  • Forschungsförderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft bis 1970, in: Eckhart Wirbelauer (Hg.), Die Freiburger Philosophischen Fakultät 1920-1960. Mitglieder - Strukturen - Vernetzungen (Freiburger Beiträge zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte, Neue Folge, 1), Freiburg/München 2006, S. 684-712.

  • Planungen und Befehle der SS-Führung zur Räumung des KZ-Systems, in: Detlef Garbe, Carmen Lange (Hg.): Häftlinge zwischen Vernichtung und Befreiung. Die Auflösung des KZ Neuengamme und seiner Außenlager durch die SS im Frühjahr 1945, Bremen 2005, S. 33-44.

  • Genese und Struktur der nationalsozialistischen Konzentrationslager, in: ... und wir hörten auf, Mensch zu sein: Der Weg nach Auschwitz, hg. im Auftrag des Bundesarchivs von Manfred Mayer u.a., Paderborn 2005, S. 46-51.

  • Bewachung, in: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Bd. 1: Die Organisation des Terrors, München 2005, S. 126-140.

  • Das Förderprofil der Deutschen Forschungsgemeinschaft 1949 bis 1969, in: Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte 27 (2004), Heft 4, S. 261-283.

  • Egon Zill. Ein typischer Vertreter der Konzentrationslager-SS, in: Klaus-Michael Mallmann, Gerhard Paul (Hg.): Karrieren der Gewalt. Nationalsozialistische Täterbiographien (Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart, 2), Darmstadt 2004, S. 264-273.

  • Experten des Terrors. Die Konzentrationslager-SS und die Shoah, in: Gerhard Paul (Hg.): Die Täter der Shoah. Fanatische Nationalsozialisten oder ganz normale Deutsche? (Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte, 2), Göttingen 2002, S. 93-108.

  • SS-Täter vor Gericht. Die strafrechtliche Verfolgung der Konzentrationslager-SS nach Kriegsende, in: Fritz-Bauer-Institut (Hg.): „Gerichtstag halten über uns selbst...“ Geschichte und Wirkung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses. Jahrbuch 2001 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, Frankfurt/New York 2001, S. 43-60.

  • Studien zur Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Ein Forschungsüberblick, in: revue d`Allemagne et des pays de langue allemande, Juillet- Septembre 2000, S. 419-432, Tome 31, Numéro 3.

  • Erziehung zum Folterer? Das Beispiel des KZ-Kommandanten Max Pauly, in: Peter Burschel, Götz Distelrath, Sven Lembke (Hg.), Das Quälen des Körpers. Eine historische Anthropologie der Folter, Köln u.a. 2000, S. 237-256.

  • Gab es eine Lagergesellschaft? "Kriminelle" und politische Häftlinge im Konzentrationslager, in: Norbert Frei, Sybille Steinbacher, Bernd Wagner (Hg.), Ausbeutung - Vernichtung - Öffentlichkeit. Neue Studien zur nationalsozialistischen Lagerpolitik (Darstellungen und Quellen zur Geschichte von Auschwitz, 4), München 2000, S. 109-133.

  • The Concentration Camp SS as a Functional Elite, in: Ulrich Herbert (Hg.), National Socialist Extermination Politics. Contemporary German Perspectives and Controversies, New York, Oxford 2000, S. 306-336.
    (Eine hebräische Fassung ist erschienen in: Yalkut Moreshet, 72, November 2001, S. 67-92.)

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