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Lehrstuhl für Neuere und
Neueste Geschichte

Prof. Dr. Ulrich Herbert
Albert-Ludwigs-Universität
Rempartstraße 15 - KG IV
D-79085 Freiburg

Tel.: +49 (0)761-203-3439
Fax: +49 (0)761-203-3504

 

Ella Müller

 

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Raum: Erbprinzenstraße 13, 1. Stock, Raum 09

Tel.: +49 (0)761-203-9186

Postadresse:
Historisches Seminar der Albert-Ludwigs-Universität
Rempartstr. 15 - KG IV
D-79085 Freiburg
Fax: 0761 203 3504


E-Mail: ella.mueller@geschichte.uni-freiburg.de



 

CV

Geboren 1986 in Vorwerk, aufgewachsen in Hamburg.
 
Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, der Wirtschafts- und Sozialgeschichte und der Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Freiburg und Göteborg (Schweden).
 
2012 Magisterexamen an der Universität Freiburg.
Thema der Abschlussarbeit: „Die Neue Rechte in den USA. Die politische Formierung des konservativen Amerika im Kampf gegen gay rights und die Gleichstellung von Mann und Frau, 1964-1980.“
 
Seit 2012 Doktorandin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Freiburg.
 
Von Oktober 2012 bis Januar 2013 Stipendiatin der Internationalen Graduierten Akademie (IGA), Anschubfinanzierung Promotion nach LGFG.

Seit Oktober 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Freiburg.

Von Februar bis Mai 2014 Stipendiantin am Deutschen Historischen Institut in Washington.

Seit Oktober 2014 wird das Projekt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert (Einzelförderung).
 

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Forschung

Anti-Environmentalism. Widerstände gegen Umweltschutz in den USA von 1969 bis in die frühen 1990er Jahre

Mit der Verabschiedung des National Environmental Policy Act (NEPA) im Jahr 1970 wurde die Umweltpolitik in den USA institutionalisiert. In den beiden darauffolgenden Jahrzehnten ergriffen Zentralregierung und Bundesstaaten umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Natur, und reagierten damit auf ein scheinbar wachsendes Umweltbewusstsein in der amerikanischen Bevölkerung. Zur gleichen Zeit aber entstand eine gesellschaftliche Gegenbewegung, welche einzelne Umweltschutzmaßnahmen oder die Umweltpolitik insgesamt kritisierte und auf unterschiedlichen Ebenen bekämpfte. In dieser häufig auch als Anti-Environmentalism bezeichneten und in vielerlei Hinsicht neuen politischen Kraft sammelten sich all jene, die der ökologischen Bewegung und ihren Forderungen skeptisch bis ablehnend gegenüber standen.

Dieses in der historischen Forschung bislang weitgehend übersehene politische Phänomen steht im Mittelpunkt des Promotionsvorhabens. Dabei werden die Proteste und Widerstände gegen umweltpolitische Maßnahmen als Teil des bis heute andauernden gesellschaftlichen Aushandlungsprozesses um das richtige Maß und die richtige Form von Umweltschutz verstanden. Mit Hilfe von vier Fallstudien soll die Formierung und Entwicklung dieser neuen politischen Kraft in den USA untersucht werden. Die erste Fallstudie blickt auf die frühe (und erfolglose) Opposition gegen die Verabschiedung des National Environmental Policy Act in den späten 1960er Jahren. In einer zweiten Fallstudie soll die Entwicklung der Politikerin Dixy Lee Ray von einer Naturschützerin zur überzeugten Gegnerin der Umweltbewegung von den 1970er bis in die frühen 1990er Jahren nachvollzogen und erklärt werden. Die dritte Fallstudie analysiert dann wiederum die Perspektive der Gegner der Umweltbewegung in dem  Konflikt um den Schutz der Northern Spotted Owl und schließlich wird in einer vierten Fallstudie die Entstehung der Wise Use-Bewegung am Ende der 1980er Jahre untersucht.

Mithilfe dieser Fallstudien, durch den Wechsel von Nahaufnahmen und übergreifenden Perspektiven, soll es gelingen, die Entstehung, Dynamisierung und Etablierung dieser sehr vielfältigen Bewegung zu verstehen und im historischen Kontext zu analysieren. Als Grundlage dienen dabei vor allem Primärquellen aus zahlreichen Archiven in den USA, u.a. aus den National Archives in College Park und Seattle, der Hoover Institution an der Stanford University, der Bancroft Library an der Berkeley University, den Oregon State University Archives, der Richard Nixon Presidential Library, der Sammlung der Forest History Society in Durham, North Carolina und den Beständen der Hagley Library in Wilmington, Delaware.


 

English version:
 

"Anti-Environmentalism". Opposition to environmental policy from 1969 to the early 1990s.

On January 1, 1970, President Richard Nixon signed the National Environmental Policy Act (NEPA) into law. The NEPA was a manifestation of a broad consensus about the need for environmental protection through the federal government at the beginning of the 1970s. And as polling showed this consensus reached far beyond government officials and was embraced by large parts of the American public.

Despite all this it wouldn’t take long until protests around the country emerged, which criticized specific environmental measures or even environmental policy in its entirety and opposed them on different levels. This new political force was often called “Anti-Environmentalism”. It did, indeed, gather all those who disapproved of environmentalism and whose attitudes towards the environmental movement and its claims ranged from skepticism to outright rejection.

The rise of anti-environmentalists, has largely been overlooked by previous scholarship. In my project, however, I understand protests against environmental policies as a crucial part of an ongoing negotiation process in American society about the right amount and the adequate forms of environmental protection. Firstly, I examine the early (and highly unsuccessful) opposition against the passage of NEPA in the U.S. Congress and the reasons for the absence of an influential opposition. The second focal point is the controversy about nuclear power in the 1970s, in particular the protests started in California by so-called pro-nuclear-energy grassroots activists. The third case study explores the perspective of “anti-environmentalists” in one of the most hotly contested issues in the history of US environmentalism: the conflict about the protection of the Northern Spotted Owl in Northwest America. And finally, the project analyzes the establishment of the so-called Wise Use Movement, a well-organized network of politicians, journalists, and businesses that fought environmental measures on every level and institutionalized “Anti-Environmentalism” in the United States towards the end of the 1980s.

These case studies will allow combining a close-up examination of focal aspects with a more comprehensive perspective. The project will thereby shed light on the formation of this complex movement and the different dynamics that effected its development in very specific historical contexts.

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Konferenzen und Workshops

November 2015 - Mitorganisatorin, Ecology and Economy. On the History of a Relationship / Ökologie und Ökonomie. Geschichte einer Beziehung, Universität Freiburg.
 

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Publikationen

Rezension von: Frank Uekötter: Deutschland in Grün. Eine zwiespältige Erfolgsgeschichte, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2015, in: sehepunkte 16 (2016), Nr. 4 [15.04.2016].

 

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Vorträge

Juli 2016 - Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (DoktorandInnen-Kolloquium)

November 2015 - Forschungskolloquium für Neuere und Neueste Geschichte (Prof. Dr. Dirk Schumann und Prof. Dr. Petra Terhoeven)

Juni 2014 - Deutsche Gesellschaft Für Amerikastudien Jahrestreffen “America after Nature”, Würzburg

Februar 2014 - German Historical Institute, Washington, DC (Research Seminar)

Oktober 2013 - Berlin-Brandenburg Colloquium für Umweltgeschichte (Dr. Astrid Kirchhof und Dr. Jan-Henrik Meyer)

Juni 2013 - Nachwuchskonferenz Zeitgeschichte: Industrielle Gesellschaft und politische Ordnung. Deutsche, europäische und internationale Zeit-geschichte im 20. Jahrhundert (Prof. Dr. Anselm Doering-Manteuffel, Prof. Dr. Ulrich Herbert, Prof. Dr. Lutz Rafael, Prof. Dr. Jakob Tanner)

April 2013 - Oberseminar für Neuere und Neueste Geschichte (Prof. Dr. Ulrich Herbert)

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