Benutzerspezifische Werkzeuge

nav_logo.gif

 

Lehrstuhl für Neuere und
Neueste Geschichte

Prof. Dr. Ulrich Herbert
Albert-Ludwigs-Universität
Rempartstraße 15 - KG IV
D-79085 Freiburg

Tel.: +49 (0)761-203-3439
Fax: +49 (0)761-203-3504

 

Clemens Huemerlehner

 

huemerlehner_clemens.png 

Raum:
Erbprinzenstraße 13, 2. Stock, Raum 07

Telefon:
+49 (0)761-203-97585

E-Mail: c.huemerlehner@gmx.de

Postadresse:
Historisches Seminar der Albert-Ludwigs-Universität
Rempartstraße 15 - KG IV
D-79085 Freiburg



 

CV

Geboren 1988 in Karlsruhe

2009-2012 B.A. Studium der Geschichte und Islamwissenschaft an den Universitäten Freiburg und Basel. Abgeschlossen mit einer Arbeit zum Bau des Assuan Staudamms in der internationalen Politik

2010-2012 wissenschaftliche Hilfskraft am Freiburg Institut for Advanced Studies - FRIAS (Prof. Herbert) in Freiburg
2013 Praktikum am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam

2013-2017 M.A. Studium der Vergleichenden Geschichte der Neuzeit an der Universität Freiburg. Abgeschlossen mit einer Arbeit über den Einfluss westdeutscher Lobbyverbände auf die deutsche Nahostpolitik in Zeiten „diplomatischer Kälte“ nach 1965

2013-2017 wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl Neuere und Neueste Geschichte (Prof. Herbert) in Freiburg

2013 und 2014 Teilnahme an mehreren vom DAAD geförderten Projektreisen  nach Ägypten und Tunesien (liqa project)

Seit Dezember 2017 Promotion über die Bau- und Wirkungsgeschichte der Transarabischen Pipeline (TAPLINE), 1940-1960

zurück


 

Forschung

Aktuelles Forschungsprojekt:


Vom „Marshall Plan for the Near East“ zum europäischen Wirtschaftswunder: Internationale Geschichte des saudischen Erdöls, 1943-1958

 

In den Jahren 1947-1950 ließ der US-amerikanische Ölkonzern ARAMCO (Arabian-American Oil Company) eine Pipeline von den gerade erst entdeckten Ölfeldern im östlichen Saudi-Arabien bis an das am Mittelmeer gelegene libanesische Sidon bauen. Von dort aus wurde mit Hilfe von Öltankern der europäische Markt und insbesondere Westdeutschland mit dem saudischen Erdöl beliefert. In Europa wurde Mineralöl in den folgenden Jahren zu einem wichtigen Treibstoff dessen, was heute als ‚europäisches Wirtschaftswunder’ verstanden wird. Ausbeutung der Erdölquellen, Bau und Wirkung dieser Transarabischen Pipeline (genannt TAPLINE) und der angeschlossenen Infrastrukturen sowie die Etablierung des Rohstoffs auf dem europäischen Markt stehen im Mittelpunkt des Promotionsvorhabens.

Das Projekt berührt durch seinen breiten geographischen Zugriff eine Vielzahl von Themenkomplexen, die die Geschichte vor und insbesondere nach 1945 entscheidend prägten. Konkret werden insbesondere die Komplexe der Kolonialgeschichte und Dekolonisation des Nahen und Mittleren Osten und die Bedeutung des Nationalismus in den jungen arabischen Staaten wichtig. Daneben werden Fragen rund um die Etablierung der Vereinigten Staaten als Weltmacht des Kalten Kriegs in der arabischen Welt sowie die Rolle von Unternehmensgeschichte und Privatinitiativen für außenpolitisches Handeln bedeutsam. Schließlich greift das Projekt den Wiederaufbau Europas und insbesondere Deutschlands unter den Vorzeichen des Marshallplans und die Etablierung von Erdöl als zentrale Energiequelle des europäischen Wirtschaftswunders auf. All diese Themenbereiche sollen durch den Rohstoff Erdöl miteinander verwoben werden. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Debatten, die in den letzten Jahren unter dem Schlagwort des „global cold war“ verhandelt wurden, mit den klassischen Ansatz Europa in den Mittelpunkt der Systemkonkurrenz zu setzen, zu verbinden.

Hauptziel des Projekts ist es, den Aufstieg und die Bedeutung von Mineralöl in der Nachkriegszeit in seiner globalen Reichweite zu fassen. So soll eine politische Geschichte der Ressource Erdöl nach 1945 entstehen.

 

 zurück


 

Publikationen



zurück