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Lehrstuhl für Neuere und
Neueste Geschichte

Prof. Dr. Ulrich Herbert
Albert-Ludwigs-Universität
Rempartstraße 15 - KG IV
D-79085 Freiburg

Tel.: +49 (0)761-203-3439
Fax: +49 (0)761-203-3504

 

Dr. Katja Happe

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Postadresse:
Historisches Seminar der Albert-Ludwigs-Universität
Rempartstr. 15-KG IV
D-79085 Freiburg
Tel.: 0761 203 3439
Fax: 0761 203 3504

E-Mail: katja.happe@geschichte.uni-freiburg.de



 

CV

geboren 1970 in Ziegenhain (Nordhessen)
Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Siegen und der Rijksuniversiteit Groningen (NL)
Staatsarbeit 1998 zur Geschichte der Moffenmeiden in den Niederlanden
 
1999-2004 Wiss. Mitarbeiterin am Institut für Europäische Regionalforschungen (IFER) der Universität Siegen
dabei Mitkuratierung der Ausstellung "Aufbruch in Neue Welten – Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen, der Brasilianer (1604-1679)"
 
2004 Promotion an der Universität Siegen mit dem Thema: Deutsche in den Niederlanden 1918-1945. Eine historische Untersuchung zu nationalen Identifikationsangeboten im Prozess der Konstruktion individueller Identitäten, Siegen 2004.
 
2004-2006 Wiss. Volontärin am Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, Mitkuratierung der Ausstellung "Was ist deutsch?"
 
2007-2011 Mitarbeiterin im Editionsprojekt „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945“
Bearbeitung der Bände 5 und 12: Nord- und Westeuropa
 
2010 Gründungsmitglied des Arbeitskreises Deutsch-Niederländische Geschichte (ADNG) – Werkgroep Duits-Nederlandse Geschiedenis (WDNG)
 
2011-2012 Mitarbeiterin an der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden zur Vorbereitung der neuen Dauerausstellung "Strafe – Haft – Tod. Rechtsmissbrauch in Dresden im 20. Jahrhundert"
 
seit Mai 2012 Wiss. Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Freiburg für das DFG-Projekt "Die Geschichte der Judenverfolgung in den Niederlanden 1940-1945"

 

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Forschung

  • Deutsch-Niederländische Geschichte
    • Geschichte der Judenverfolgung in den Niederlanden
    • Moffenmeiden (nl. Frauen mit deutschen Freunden während der Besatzungszeit)
    • Deutsche Soldaten in den Niederlanden während des Zweiten Weltkriegs
    • Deutsche in den Niederlanden im 20. Jahrhundert
  • Kollektive und individuelle Identitätszuschreibungen: Was ist deutsch?  
  • Deutschsein im Ausland

Aktuelles Forschungsprojekt


„Die Geschichte der Judenverfolgung in den Niederlanden 1940-1945“

Die Besetzung der Niederlande im Mai 1940 und die sich anschließende fast fünfjährige Besatzungszeit bilden seit mehr als 60 Jahren einen wichtigen Identifikations- und gleichzeitig Bruchpunkt innerhalb der niederländischen Geschichte und ihrer Wahrnehmung durch die Gesellschaft. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Geschichte der Judenverfolgung in den Niederlanden zu dieser Zeit. Der Anteil der im Holocaust ermordeten Juden aus den Niederlanden war mit fast 75% der jüdischen Bevölkerung mit Abstand höchste in ganz Westeuropa.

Die bisher vor allem auf Niederländisch und zum Teil auf Englisch vorliegende Forschung geht weitgehend davon aus, dass die inneren Strukturen und Entwicklungen in den Niederlanden, also das vielfältige Zusammenspiel zwischen Besetzern und Besetzten, zu der hohen Todesrate von Juden aus den Niederlanden geführt haben. Die Analyse der verschiedenen Akteure und ihres Zusammenwirkens blieb meist auf die Niederlande beschränkt. Äußere Einflüsse, wie die Zielsetzungen der Berliner nationalsozialistischen Zentrale, die Hierarchie- und Machtkonflikte zwischen Berlin und Den Haag, die Rolle der niederländischen Exilregierung in London und die Aktivitäten der internationalen jüdischen Hilfsorganisationen spielen in der Forschung bislang nur eine nachgeordnete Rolle.

Das vorliegende Forschungsprojekt hat zum Ziel, die Mächtigkeit der äußeren Einflüsse, die auf den Verlauf der Judenverfolgung in den Niederlanden einwirkten, zu erforschen, zu analysieren und darzustellen.

  

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Publikationen 

 

Online-Publikation:
  • Deutsche in den Niederlanden 1918-1945. Eine historische Untersuchung zu nationalen Identifikationsangeboten im Prozess der Konstruktion individueller Identitäten, Siegen 2004.
Bearbeitung:
  • Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland, Bd. 12: Nord- und Westeuropa Juli 1942-1945, Bearbeitet von Katja Happe, Barbara Lambauer und Maja Peers (erscheint 2013).

  • Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Band 5: West- und Nordeuropa 1940-Juni 1942. Bearbeitet von Katja Happe, Michael Mayer und Maja Peers (München 2012).

Redaktion:

  • Was ist deutsch? Fragen zum Selbstverständnis einer grübelnden Nation, hrsg. vom Germanischen Nationalmuseum, Red.: Thomas Brehm, Matthias Hamann und Katja Happe, Nürnberg 2006. (Katalog)
  • Was ist deutsch? Aspekte zum Selbstverständnis einer grübelnden Nation, hrsg. vom Germanischen Nationalmuseum, Red.: Thomas Brehm, Matthias Hamann und Katja Happe, Nürnberg 2006. (Tagungsband)
  • Aufbruch in neue Welten. Johann Moritz von Nassau-Siegen (1604-1679), der Brasilianer, hrsg. im Auftrag der Johann-Moritz-Gesellschaft von Gerhard Brunn in Zusammenarbeit mit Wolfgang Degenhardt, Katja Happe und Cornelius Neutsch, Siegen 2004.
Monografie:
  • Aufbruch, Wirtschaftswunder, neue Wege. Plettenberg nach dem Zweiten Weltkrieg, Plettenberg 1998.
Aufsätze:
  • „… für die, die bereits dort sind, geben Sie besser alle Hoffnung auf.“ Die Wege von Niederländern nach Mauthausen. In: Gerhard Botz, Alexander Prenninger, Regina Fritz, Heinz Berger (Hg.): Mauthausen überleben und erinnern. Bd. 1: Wege nach Mauthausen, (erscheint Münster 2012).
  • Deutschsein im Ausland. In: Was ist deutsch? Fragen zum Selbstverständnis einer grübelnden Nation, hrsg. vom Germanischen Nationalmuseum, Red.: Thomas Brehm, Matthias Hamann und Katja Happe, Nürnberg 2006, S. 74-85.
  • Einführung in die Sektion "Charakter". In: Was ist deutsch? Fragen zum Selbstverständnis einer grübelnden Nation, hrsg. vom Germanischen Nationalmuseum, Red.: Thomas Brehm, Matthias Hamann und Katja Happe, Nürnberg 2006, S. 96-99.
  • 'Moffenmeiden'. Der Umgang mit Kollaborateuren in den Niederlanden nach 1945, in: Norbert Fasse/ Johannes Houwink ten Cate/ Horst Lademacher (Hg.): Nationalsozialistische Herrschaft und Besatzungszeit. Historischer Erfahrung und Verarbeitung aus niederländischer und deutscher Sicht, Münster 2000, S. 405-416.
  • Die 'Moffenmeiden' und der vergessene 'Bijltjesdag' – Zum Umgang mit einer speziellen Gruppe von Kollaborateuren in den Niederlanden nach 1945, in: Jahrbuch des Zentrums für Niederlandestudien 10/11(1999/2000), S. 111-131.

 


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