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Forschungsgruppe Zeitgeschichte
Prof. Dr. Ulrich Herbert
Albert-Ludwigs-Universität

Postadresse:
Historisches Seminar
D-79098 Freiburg

Tel.: +49 (0)761-203-3439

Büros:
Erbprinzenstraße 13
79098 Freiburg

 

Helena Barop

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Raum:
Erbprinzenstr. 13, 1. Stock, Raum 09

Telefon:
+49 (0)761-203-9186

E-Mail:
helena.barop(at)geschichte.uni-freiburg.de

Sprechstunde:
Nach Vereinbarung per E-Mail

Postadresse:
Historisches Seminar der Albert-Ludwigs-Universität
Rempartstraße 15 - KG IV
D-79085 Freiburg



 

CV

  • 2020 promoviert mit der Arbeit „Mohnblumenkriege. US-amerikanische Drogenpolitik im Ausland und die Grenzen staatlicher Macht 1950-1979“

  • 2015-2019 Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes

  • 2015 Stipendiatin am Deutschen Historischen Institut Washington, D.C.

  • 2017/2020 Geburt meiner beiden Kinder

  • 2013-2020 Promotion zur Geschichte der internationalen Drogenpolitik im 20. Jahrhundert

  • M.A.-Abschluss 2013 mit einer Arbeit zu den Ursprüngen der internationalen Opiumpolitik

  •  2010-2013 studentische Hilfskraft am Lehrstuhl Herbert

  • 2010-2013 Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes

  • B.A.-Abschluss 2010 mit einer transferanalytischen Arbeit zu faschistischen Bewegungen in Italien und Deutschland in den zwanziger und dreißiger Jahren

  • B.A. Neuere und Neueste Geschichte und Philosophie in Freiburg und Rom, M.A. Vergleichende Geschichte der Neuzeit in Freiburg, Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes
  • Geboren 1986 in Bonn

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Forschung

Mohnblumenkriege. Die globale Drogenpolitik der USA 1950-1979

Der Krieg gegen die Drogen ist gescheitert: Bei dem Versuch, den Anbau und Schmuggel von Drogen zu verhindern, verstrickten sich die USA zwischen 1950 und 1979 in ein teures, globales Projekt mit zahlreichen Nebenwirkungen und verheerenden Folgen. Sie ließen in der Türkei den Opiumanbau verbieten und hatten dann Probleme, Opium für die Herstellung von Medikamenten zu beschaffen. Sie stoppten thailändische Opiumkarawanen und trieben damit die lokalen Opiumpreise in die Höhe, was wieder neue Anreize schaffte, mehr Opium anzubauen. Sie schickten Vietnamveteranen nach Mexiko, wo sie Militärpiloten zeigten, wie man mit Hubschraubern Pflanzengifte auf Opiumfelder sprüht. Dreißig Jahre später versank Mexiko im Drogenkrieg - auch, weil die USA mit den Opiumzerstörungen die Konkurrenz der brutalsten und korruptesten Drogenunternehmer beseitigt hatten.

In meinem Dissertationsprojekt, das im November 2021 unter dem Titel „Mohnblumenkriege. Die globale Drogenpolitik der USA 1950-1979“ bei Wallstein erscheint, rekonstruiere ich, warum und seit wann Drogen in den USA als Problem wahrgenommen wurden und wie die Drogenbehörden dieses Problem zu lösen versuchten. Ich zeige, wie die Drogenpolitik den US-amerikanischen Staat immer wieder an seine Grenzen brachte, und erkläre, warum die globale Drogenprohibition nicht gelingen kann.

Poppy Wars. US Drug Control Policy 1950-1979

The global War on Drugs has failed. When a variety of US agencies tried to curb production and smuggling of illegal drugs on a global scale, they entangled themselves within a mess of unintended consequences and unending problems without ever finding a way out of their predicament again. Their drug control policies had devastating consequences for people all over the world. In my book I show these consequences. By systematically looking at the state's structural capacities and incapacities to control deviant markets, I offer an interpretation of the unending failures of supply control strategies. By carefully looking at the cultural frameworks within which drug policy developed, I help to explain why this project was never abandoned – yet. 

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Publikationen

 

  • Mohnblumenkriege. Die globale Drogenpolitik der USA 1950-1979, Göttingen 2021.
  • ‘Es gibt einen Weg, damit umzugehen. Draufhauen.‘ Nach 50 Jahren ist der "War on Drugs", den US-Präsident Richard Nixon 1971 ausgerufen hat, auf ganzer Linie gescheitert.“, in: Die Zeit, 25. November 2021.
  • Under the Red Star’s Faint Light. How Sakhalin Became Soviet, in: Kritika. Explorations in Russian and Eurasian History 18, 2 (2017), S. 283-316.
  • H-Diplo Article Review on Matthew Pembleton: “Imagining a Global Sovereignty: U.S. Counternarcotic Operations in Istanbul during the Early Cold War and the Origins of the Foreign ‘War on Drugs.’”, February 15, 2017. Link

  • "Für ein paar Pesos mehr. Wie begann der Drogenkrieg, in dem Mexiko zurzeit versinkt? Eine Recherche im Nationalarchiv von Mexiko-Stadt", in: Die Zeit, 10. November 2016.

  • "Wenn das der Führer wüsste...", in: Die Zeit, 19.November 2015.

  • Building the „Opium Evil“ Consensus – The International Opium Commission of Shanghai, in: Journal for Modern European History  13, 1 (2015), S. 115–137.

  • Historische Forschung im Team. Ein Epilog, in: Sören Urbansky (Hg.): „Unsere Insel“. Sowjetische Identitätspolitik auf Sachalin nach 1945, Berlin 2013, S. 164–167.

  • Identität aus Waschbeton? Identitätspolitik und Modernisierung im Stadtbild von Južno-Sachalinsk, in: Sören Urbansky (Hg.): „Unsere Insel“. Sowjetische Identitätspolitik auf Sachalin nach 1945, Berlin 2013, S. 92–114.

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