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Forschungsgruppe Zeitgeschichte
Prof. Dr. Ulrich Herbert
Albert-Ludwigs-Universität

Postadresse:
Historisches Seminar
D-79098 Freiburg

Tel.: +49 (0)761-203-3439
Fax: +49 (0)761-203-3504

Büros:
Erbprinzenstraße 13
79098 Freiburg

 

Christiane Abele

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Sprechstunde nach Vereinbarung

Postadresse:
Historisches Seminar der Albert-Ludwigs-Universität
Rempartstraße 15 - KG IV
D-79085 Freiburg

E-Mail: christiane.abele@geschichte.uni-freiburg.de



 

CV

Geboren 1985 in München, aufgewachsen am Bodensee.

Studium der Neueren und Neuesten Geschichte und Romanistik an den Universitäten Freiburg, Lissabon und Leuven/Belgien.

2010 Magister Artium in Freiburg, Thema der Magisterarbeit: „Die deutsch-portugiesische Diplomatie und die Flüchtlingsfrage 1933-1945“.

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Forschung

Promotionsvorhaben: Portugal und die Kolonialfrage, 1961-1974

In der Forschung über das autoritäre Regime des portugiesischen Estado Novo werden die 1960er Jahre meist als Phase der politischen Stagnation beschrieben, als Vorphase seines Untergangs in der Revolution von 1974. Einzig der Herausbildung kleinerer Oppositionskerne innerhalb des Militärs und der Kirchen ist größere Aufmerksamkeit gewidmet worden. Allerdings liegen zahlreiche militärhistorische Studien zu den seit 1961 geführten Kolonialkriegen in Angola, Mosambik und Kapverde vor. Das vorliegende Projekt versteht nun die Kolonialkriege als Auslöser von Destabilisierung und politischen Veränderungen im Mutterland Portugal – innerhalb der Regierung, der regierungsnahen Eliten und der Opposition. In den Blickpunkt geraten dabei vor allem die Wahrnehmungen und Interpretationen der kolonialen Krise und ihrer Auswirkungen auf Machtstabilität, Machtpositionen und Handlungsmargen der einzelnen Akteure.

Ausgangspunkt ist die Vermutung, dass der Estado Novo in den letzten fünfzehn Jahren seiner Existenz weniger stabil und homogen war, als in der Forschungsliteratur weithin angenommen wurde. Es handelte sich nicht um eine steile Abstiegs- oder Erosionsgeschichte, die schließlich in einem Pusch gipfelte. Vielmehr gehen wir davon aus, dass sich in diesen etwa fünfzehn Jahren innerhalb des Regimes und der regimenahem Eliten eine Opposition gegen den Kolonialismus herausbildete, die sich von linken und liberalen Opposition grundlegend unterschied und teilweise nicht auf die Abschaffung, sondern die Stärkung des Estado Novo zielte, aber wesentlich zu seinem Zerfall beitrug. Die projektierte Studie füllt damit auch eine Lücke in der Dekolonisierungsforschung, denn weder die Kolonialmacht Portugal noch die „innere Dekolonisation“ (G. Altmann) im Mutterland sind bislang intensiver erforscht worden.

 

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Publikationen

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