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Lehrstuhl für Neuere und
Neueste Geschichte

Prof. Dr. Ulrich Herbert
Albert-Ludwigs-Universität
Rempartstraße 15 - KG IV
D-79085 Freiburg

Tel.: +49 (0)761-203-3439
Fax: +49 (0)761-203-3504

 

Lehrveranstaltungen im WS 16/17


 
 
Prof. Dr. Ulrich Herbert  
PD Dr. Karin Orth
Dr. Arvid Schors
Dr. Jörg Später Thomas Zimmer
Hinweis: Alle Zeitangaben sind c.t. sofern nicht explizit als s.t. angekündigt.

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Prof. Dr. Ulrich Herbert


Veranstaltungen:

Oberseminar
Prof. Dr. Ulrich Herbert
 
Hauptseminar
Der Untergang der DDR und die deutsche Wiedervereinigung
 
Vorlesung
Deutschland, Europa und die Welt, 1980-1990 (Überblicksvorlesung)
 
Übung
Übung zur Vorlesung "Deutschland, Europa und die Welt 1980-1990"
 




 
 

Oberseminar

Prof. Dr. Ulrich Herbert


Mi: 18-20 UhrRaum:  KG IV / ÜR 2


Inhalt:

Im Oberseminar werden neuere Forschungsarbeiten zur Neuesten Geschichte von Studierenden und Doktoranden aus Freiburg sowie von auswärtigen Gästen vorgestellt und diskutiert. Es richtet sich vorwiegend an Studierende der höheren Semester, Examenskandidaten Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter, ist aber für alle Studierenden offen.
 

Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11K-20162


 

Hauptseminar

 

Der Untergang der DDR und die deutsche Wiedervereinigung

Mi: 13-16 UhrRaum:  KG IV / ÜR 2

Inhalt:

Die deutsche Wiedervereinigung gilt als eines der bedeutendsten und folgenreichsten Ereignisse der Weltgeschichte am Ende des 20. Jahrhunderts. Sie wurde von den Zeitgenossen überwiegend mit ungläubiger Überraschung wahrgenommen, obwohl es im Rückblick oftmals wie eine plausible, womöglich gar zwangsläufige Folge der vorangegangenen Entwicklungen erscheint. In dem Seminar werden vier Schwerpunkte gesetzt: erstens die Entwicklung in der Sowjetunion und den Ostblockstaaten seit den frühen 1980er Jahren; zweitens die inneren Verhältnisse in der DDR und die Ereignisse des Jahres 1989; drittens die internationalen sowie die deutsch-deutschen Verhandlungen nach dem 9. November 1989 sowie der Entscheidungsprozess zur Wiedervereinigung und viertens die Auswirkungen der staatlichen Einigung in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.

Der Abgabetermin der Hausarbeit ist am 27.03.2017.
ggf. mündliche Prüfungen nach individueller Absprache zwischen dem 13.02. bis 13.04.2017.
 

Literatur:

Ilko-Sascha Kowalczuk: Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR, München 2009; Andreas Rödder: Deutschland einig Vaterland. Die Geschichte der Wiedervereinigung, München 2009; Timothy Garton Ash: Ein Jahrhundert wird abgewählt. Aus den Zentren Mitteleuropas 1980–1990, München, Wien 1990; Ulrich Herbert: Geschichte Deutschlands im 2ß. Jahrhundert, München 2014.
 

Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11S-20161754

 

Vorlesung


Deutschland, Europa und die Welt, 1980-1990 (Überblicksvorlesung)

Do: 10-12 Uhr c.t.Raum:  KG II / HS 2004
Fr: 13-16 UhrEinzeltermin am 10.02.17!


Inhalt:

Die Vorlesung behandelt die historische Entwicklung von den späten 1970er Jahren bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion. Die behandelte Zeitphase beginnt mit der abermaligen Zuspitzung des Kalten Krieges Anfang der 1980er Jahre im Zuge des NATO-Doppelbeschlusses und des sowjetischen Einmarsches in Afghanistan. Der Niedergang und schließlich der dramatische Zerfall des sowjetischen Imperiums führen aber unerwartet zum Ende des Kalten Krieges und zum Triumph des Westens, zumal auch in anderen Weltregionen (Südafrika, Südamerika) Diktaturen gestürzt und Demokratien begründet werden. Mit dem Aufstieg des Islamismus seit der iranischen Revolution von 1979 und dem Golfkrieg von 1990/91 deuten sich aber bereits neue globale Konfliktlinien an. Stichworte wie „Globalisierung“, „Digitalisierung“ oder „Neoliberalismus“ verweisen zugleich auf Prozesse, die in dieser Zeit die Struktur auch der westlichen Gesellschaften tiefgreifend zu verändern beginnen, nachdem die schwerindustrielle Basis der westlichen wie der sowjetisch dominierten Volkswirtschaften weitgehend zusammengebrochen ist. In der Entwicklung der beiden deutschen Staaten bündeln sich viele dieser Prozesse und finden in der weltweit bejubelten deutschen Wiedervereinigung von 1990 ihren Höhepunkt. Allerdings halten die Freude und der Optimismus dieses Jahres nicht lange an. Mit dem raschen Zusammenbruch der ostdeutschen Wirtschaft, dem jugoslawischen Bürgerkrieg und der ersten europäischen Flüchtlingskrise werden die neuen Herausforderungen erkennbar, für die es aus der Zeit des Kalten Krieges allerdings keine erfahrungsbestätigten Konzepte gibt.

Die Vorlesung schließt mit einer Klausur in der letzten Semesterwoche ab (10.02.2017, 13-16 Uhr).


Literatur:

Andreas Wirsching: Abschied vom Provisorium 1982–1990, München 2006; Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens. Bd. 3: Vom Kalten Krieg zum Mauerfall, München 2014; Ulrich Herbert: Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert, München 2014; Konrad H. Jarausch: Out of Ashes. A New History of Europe in the Twentieth Century, Princeton 2015.
 

Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11V-2016171


 

Übung


Übung zur Vorlesung "Deutschland, Europa und die Welt 1980-1990"

Do: 13-15 UhrRaum:  KG IV / ÜR 2


Inhalt:

In der Übung wird das in der Vorlesung Vorgetragene diskutiert und vertieft. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Analyse von Quellen und Dokumenten zu den hier behandelten Themen.


Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11Ü-2016176


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PD Dr. Karin Orth


Veranstaltungen:

Übung

Geschichte der Familie im 19. Jahrhundert - Lektürekurs


 

 


 

Übung


Geschichte der Familie im 19. Jahrhundert - Lektürekurs

Fr: 14-16 UhrRaum: Breisacher Tor / R 107

 

Inhalt:

In der europäischen Kulturgeschichte spielte die Familie zu allen Zeiten eine zentrale Rolle. Was jedoch jeweils unter Familie zu verstehen ist - wer beispielsweise ihr Oberhaupt ist, wer über Besitz verfügt, welche Personen zu ihr gehören, wie die Arbeit aufgeteilt ist, welche Rolle den Geschlechtern zukommt usw. - dies unterliegt einem deutlichen historischen Wandel. In der Übung soll diesen Fragen für das lange 19.Jahrhundert nachgegangen werden. Zudem werden die unterschiedlichen geschichtswissenschaftlichen Ansätze betrachtet, die sich für die Familie interessier(t)en wie insbesondere die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, die Alltagsgeschichte, die Historische Anthropologie oder die Frauen- und Geschlechtergeschichte. Sie alle haben nicht nur wichtiges Quellenmaterial gesichtet und bearbeitet, sondern für ihre Bereiche auch Modelle entwickelt, mit denen sich Familienhistoriker kritisch auseinander setzen sollten.

Eine  Auswahl zentraler Texte, die im Semester gelesen und diskutiert werden sollen, wird zu Beginn der Übung nach den Interessen der Teilnehmenden zusammengestellt.


Literatur:

siehe Inhalt

Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11Ü-2016175
 

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Dr. Arvid Schors


Veranstaltungen:

Proseminar

Emigration und Exil während des Zweiten Weltkriegs

 
 
 
 

Proseminar


Emigration und Exil während des Zweiten Weltkriegs

Mi: 13-16 UhrRaum: KG I / HS 1140

 

Inhalt:

Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 wurden rund 500.000 Menschen aus dem deutschen Herrschaftsbereich in Europa vertrieben. Es handelte sich bei ihnen um demokratische Repräsentanten, vor allem aber um die jüdische Bevölkerung. Sie sah sich zunehmenden Diskriminierungen und schließlich offener Verfolgung und Vertreibung ausgesetzt. Das Proseminar wird sich mit den vielfältigen Facetten der deutschsprachigen Emigration zwischen 1933 und 1945 beschäftigen. Zum einen steht die individuelle Perspektive der Emigranten und Exilanten im Mittelpunkt, nicht zuletzt ihre Entscheidung zur Flucht und ihre Fluchtgeschichte. Zum anderen wird es darum gehen, die individuellen Schicksale mit den politischen, diplomatischen und militärischen Rahmenbedingungen und Entwicklungen – von den internationalen Lösungsversuchen der Flüchtlingsproblematik bis zum Kriegsverlauf – in Beziehung zu setzen. Schließlich soll das Phänomen der Emigration auch aus der Perspektive der Aufnahmeländer analysiert werden, wobei den USA ein besonderer Stellenwert zukam, da dieses Land der größten Zahl Zuflucht bot. Dabei steht nicht nur das wechselseitige Verhältnis von Emigranten und Aufnahmegesellschaften im Mittelpunkt. Es wird außerdem die Frage behandelt werden, welche Rolle deutsche Emigranten während und unmittelbar nach dem Krieg, etwa als amerikanische Soldaten und Geheimdienstmitarbeiter, beim Wiederaufbau Europas und bei der Errichtung der globalen Nachkriegsordnung spielten.

Der Abgabetermin der Hausarbeit ist am 23.03.2017.
ggf. mündliche Prüfungen nach individueller Absprache zwischen dem 13.02. bis 13.04.2017.


Literatur:

Helga Embacher: Die USA als Aufnahmeland von jüdischen Verfolgten des NS-Regimes und Holocaustüberlebenden, in: Ulla Kriebernegg u.a. (Hg.): „Nach Amerika nämlich!“ Jüdische Migrationen in die Amerikas im 19. und 20. Jahrhundert, Göttingen 2012, S. 111-134; Claus-Dieter Krohn: Emigration 1933–1945/1950, in: Europäische Geschichte Online (EGO), hg. vom Institut für Europäische Geschichte (IEG), Mainz 2011-05-31. URL: http://www.ieg-ego.eu/krohnc-2011-de; Claus-Dieter Krohn u.a. (Hg.): Handbuch der deutschsprachigen Emigration. 1933-1945, Darmstadt 2012.


Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11S-2016178



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Dr. Jörg Später


Veranstaltungen:

Übung

Die "Frankfurter Schule" in der Bundesrepublik



 
 

Übung

 

Die "Frankfurter Schule" in der Bundesrepublik

Mo: 10-12 UhrRaum: KG I / HS 1036

Inhalt:

Der Name „Frankfurter Schule“ bezeichnet eine der einflussreichsten Gelehrtengruppen des 20. Jahrhunderts um das Institut für Sozialforschung und ihre Direktoren Max Horkheimer und Theodor W. Adorno. Nach ihrer Remigration aus New York und der Wiedereröffnung in Frankfurt spiegelt zum einen die Institutsgeschichte die Geschichte der frühen Bundesrepublik. Zum anderen wird hier ein Kapitel jüdischer Geschichte nach dem Judenmord geschrieben. Beide Vorgänge fanden in den Worten „die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik“ (Clemens Albrecht) und „die bemerkenswerteste ‚jüdische Sekte‘ des deutschen Judentums“ (Gershom Scholem) einen prägnanten Ausdruck. Wir beschäftigen uns mit einigen zentralen Texten aus dem Institut („Gruppenexperiment“, „Noten zur Literatur“, „Negative Dialektik“), mit den Kontexten der Institutsgeschichte (die Remigration; Kalter Krieg und Vergangenheitspolitik; die Theoriepolitik im Handgemenge mit Nachbarn, Freunden und Feinden in Philosophie und Soziologie; schließlich die Studentenbewegung), dem Institutsalltag (eventuell Befragung von Zeitzeugen) und nicht zuletzt die Wirkungsgeschichte, insbesondere ein Blick auf „Adornos Kinder“ (wie Habermas, Kluge, Negt). Bei Bedarf ist eine Exkursion möglich.
 

Literatur:

Rolf Wiggershaus: Die Frankfurter Schule, München, Wien 1986; Clemens Albrecht: Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik, Frankfurt am Main 1999; Alex Demirović: Der nonkonformistische Intellektuelle, Frankfurt am Main 1999.
 

Lehrveranstaltungsnummer:

06LE11Ü-20161711

  


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Thomas Zimmer


Veranstaltungen:

Proseminar

The Age of Great Dreams. Die USA in den 1960er Jahren

 
 

Proseminar


The Age of Great Dreams. Die USA in den 1960er Jahren

Mo 16-19 UhrRaum: KG I / HS 1036

Inhalt:

Die 1960er Jahre sind in den USA eine bis heute heftig umstrittene Phase. Für die einen entwickelten sich die Vereinigten Staaten in dieser Zeit zu einem modernen, freieren, gerechteren Land: Schließlich kämpften Studenten- und Antivietnamkriegsbewegungen für Frieden und mehr Demokratie; und die Bürgerrechtsbewegung errang mit dem Civil Rights Act von 1964 einen bedeutenden Sieg im Kampf um die gesetzliche Gleichstellung der schwarzen Bevölkerung. Andere Stimmen betonen jedoch, die amerikanische Gesellschaft habe in dieser Zeit ihren Zusammenhalt verloren. Tatsächlich verdichtete sich die Aufbruchsstimmung der Dekade einerseits symbolisch in John F. Kennedys Ankündigung einer „New Frontier“ oder der Eroberung des Weltalls; in solchen Momenten wie dem Marsch auf Washington 1963 und Martin Luther Kings „I have a dream“-Rede; oder dem umfassenden gesellschaftlichen Reformprogramm von Präsident Johnson, das eine „Great Society“ ohne Armut, Krankheit oder Diskriminierung schaffen sollte. Andererseits erlebten die USA ein nie dagewesenes Ausmaß an gewaltsamen Ausschreitungen, eine Serie von verheerenden Attentaten, eine politische Polarisierung vor allem wegen des eskalierenden Vietnamkrieges und schließlich den Aufstieg einer neuen rechts-konservativen Bewegung. Im Seminar wird es darum gehen, möglichst viele Facetten dieses Jahrzehnts zu untersuchen. Warum spitzten sich die Auseinandersetzungen gerade in diesem Moment zu? Wie lässt sich die Gleichzeitigkeit von optimistischem Fortschrittsglauben und tiefem Krisenempfinden erklären? Wie veränderten die politischen und gesellschaftlichen Reformen das Leben der Menschen? Und wie schlug sich die enorme Veränderungsdynamik in der (populären) Kultur nieder? Im Zentrum wird schließlich der Versuch stehen, den Ort der 1960er Jahre in der amerikanischen Geschichte und ihre Bedeutung für die Herausbildung des gegenwärtigen Amerikas zu bestimmen.

Der Abgabetermin der Hausarbeit ist am 31.03.2017
ggf. mündliche Prüfungen nach individueller Absprache zwischen dem 12.02. und dem 13.04.2017


Literatur:

Philipp Gassert u.a.: Kleine Geschichte der USA, Stuttgart 2007, S. 431-477; William H. Chafe: The Unfinished Journey. America Since World War II, 5. Aufl. Oxford 2003.
 

Lehrversanstaltungsnummer:

06LE11S-2016176